…und das bzö am verglühen
vor genau einem jahr verunglückte der kärntner landeshauptmann jörg haider tödlich. seitdem zehrt das bzö von seiner person- mehr als zu lebzeiten. natürlich trauert das land um einen LH, der es verstand den leuten zu vermitteln er helfe wirklich; natürlich war haider eine außergewöhnliche persönlichkeit, die im grunde zwei parteien groß machte; natürlich war er ein populist sondergleichen, der -ideologisch gesehen- untragbar war; natürlich ist es auf der anderen seite aber richtig, ihm einen gewissen tribut zu zollen, wie ihn jeder mensch verdient.
AAAAAAAAABER: es werden grundstücke mit landesgeldern gekauft, ganze wahlkämpfe stützen sich auf den mythos um eine person, riesige gedenkfeiern werden inszeniert um den hype aufrecht zu erhalten. haubner „weiß, was er wollte“ und soll deshalb gewählt werden, stadler droht zeitschriften, die grenzwertige berichte bringen, medienwirksam mit klagen, ein museum ihm zu ehren wird eröffnet (in einem ehemaligen nazi-stollen, wohlgemerkt), das unfallwrack wird angekauft (parteigelder!!!) UND UND UND… der umstand, dass das ableben einer person instrumentalisiert wird, um eine partei mit farblosen abklatschen von politikerInnen, irgendwie von wahl zu wahl zu retten, ist der gipfel der pietätlosigkeit.
jörg haider ist das bzö. nach wie vor. mythenbildung politik zu nennen, wird auf dauer aber nicht genug sein. das bzö ist also aus einem guten grund faktisch nicht mehr, als eine interessensgemeinschaft auf regionaler ebene.
… es steht und fällt mit haider.
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Tags: BZÖ, Jörg Haider, Kärnten
…R.I.P.
die grünen haben den abwärtstrend gestoppt. stillstand in vorarlberg, schwache +0,2% in oberösterreich. nach einem sturzflug bei dem sie von wahl zu wahl nach unten hin durchgereicht wurden, prallten sie endlich auf. bei ca 10%. das sind die fakten.
was aber die grünen kommunizieren, oder sich und den wählerInnen weiszumachen versuchen: DIE TRENDWENDE IST DA! grün siegt wieder! traurig genug, dass die grünen sich dem tenor der österreichischen parteienlandschaft anschließen indem sie sich niederlagen nicht mehr eingestehen, sondern einfach schön reden. wahrscheinlich in der hoffnung, dass die österreicherInnen das gschichtl schlucken- u sei es nur aus (dem ohnehin vorhandenen) desinteresse, das halb österreich ohnehin an den tag legt, wenn es um politik geht.
ein nach außen hin aufgezeigter optimismus ist natürlich wichtig um geschlossenheit zu zeigen. aber ein wenig selbstkritik is ab und an recht gsund, meine herrschaften. nach den wahldebakeln in salzburg und kärnten wurde gleich einmal die spitze, die für ALLES verantwortlich gemacht wurde (obwohl noch nicht lange im amt und deshalb wirklich nicht schuld. vA wenn man bedenkt, dass der spitzenwechsel selbst ja schon folge einer wahlniederlage war), attackiert. hier und da gab es personelle veränderungen, eine totale umstrukturierung wurde angekündigt…. passiert is nix gravierendes. und es wird auch nix passieren, jetzt wo der abwärtstrend zu ende ist.
es ist ja nicht so, dass die grünen nur nach außen hin an der trendwende in oö festhalten. auch in mails an mitglieder klopft man sich selber auf die schulter und gratuliert zum wahlsieg. genau daran macht das komakind seine stagnationstheorie fest.
solange die grünen sich selber einreden alles ein in ordnung, werden sie- bestenfalls- weiterhin bei 10% herumtümpeln, die groß angekündigte umbruchphase wird zur abbruchphase, die partei fällt zusammen wie ein kartenhaus… und aus dem nationalrat.
Die Grünen – Die grüne Alternative:
*1986
† 2013
R.I.P
…das komakind hofft, es irrt sich gewaltig.
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im zentrum…
…kehrt gesprächskultur ein
na da schau her: kaum ist hc strache nicht anwesend, gehts kultiviert u sachlich zu in ingrid thurnhers klubobleute-diskussion.
surprise, surprise…
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…wir wissen nichtmal wo wir jetzt grad steh’n“
das komakind sieht sich heute da, wo viele grün-gesinnte österreicherInnen-wie das ergebnis schließich zeigte- schon vor den wahlen waren: bereit zu kapitulieren u drauf und dran den glauben an das, was es für gute politik hielt, zur gänze zu verlieren.
dass die freude über das zweite grüne manat groß ist, ist zwar schön für die agierenden, aber absolut nichts was es öffentlich kundzutun gilt. im gegenteil. man könnte langsam dazu übergehen sich ein weniger souveräner zu zeigen; den lippenbekenntnissen zu notwendigen änderungen endlich einmal taten folgen zu lassen; aufhören sich selbst einzureden dass das bloße orten von problemen ausreicht um die wählerinnen und wähler wieder für die grünen zu begeistern; und einsehen, dass es wenig zielführend ist, sich fünf minuten dem eigentlichen problem zu widmen u weitere 30 darüber zu reden wie fokusiert man doch nicht auf die fehlerbehebung ist…
eine wahlniederlage, die dann doch nicht soooo schlimm ist wie anfangs erwartet, bleibt dennoch eine niederlage u ist absolut nichts womit man sich brüsten kann. dass die eu-wahl in summe ein debakel war, ist, zum einen zur kenntnis zu nehmen, zum anderen muss nach einer problemanalyse- die ohne zweifel notwendig ist/war/whatever- endlich einmal etwas passieren.
um voranzukommen sollte man idealerweise wissen, wo man sich gerade befindet. erst dann kann man die richtige richtung einschlagen… ansonsten läuft man gefahr planlos umherzuirren.
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Tags: die Grünen
…und medial inszeniertes wundenlecken
johannes voggenhuber will, dass die grüne parteispitze konsequenzen aus dem ausgang der EU-parlamentswahl zieht. kurz: eva glawischnig soll zurücktreten.
stimmt schon, die grünen haben nun bei der sechsten wahl in folge stimmen eingebüst. es will der partei einfach nicht gelingen der wählerInnenschaft ihre inhalte zu vermitteln. warum?.. die voggenhuber-sache (das komakind bloggte) hat sich bestimmt nicht positiv auf den wahlkampf ausgewirkt; lunacek war- obwohl mit sicherheit geeignet- nicht in der lage die wählerInnen zu mobilisieren; die wahlkampfthemen waren zu wenig präzise und einschlägig angelegt; und und und… die grünen sind sich der problematik auch durchaus bewusst, trotzdem mag es ihnen nicht recht gelingen etwas zu ändern.
die grüne misere geht so weit, dass das komakind- seineszeichen passionierter grünwähler- beim letzten urnengang laaange überlegt hat das kreuzerl bei den grünen zu machen.
warum das komakind aber dennoch grün gewählt hat, lässt sich mit zwei worten erklären: eva glawischnig. die grünen befinden sich schon geraume zeit am absteigenden ast, nicht erst seit dem wechsel an der spitze u schon gar nicht nur aufgrund der abwahl voggenhubers. (das komakind bloggte) die parteichefin hat begonnen das profil der partei wieder zu schärfen, geht vehement gegen jede form von rechtsextremismus vor und übt scharfe kritik- auf konstruktive art u weise, wohlgemerkt. (das komakind bloggte–> zur genüge)
auch yes-I-could-have-made-it- kandidat voggenhuber (der ja bekanntlich ALLES besser gemacht hätte und sich mit erfolgen brüstet, welche er möglicherweise verbucht hätte, wenn er denn gewählt worden wäre) sollte endlich erkennen, dass es nicht zielführend ist uneinigkeit in der öffentlichkeit zu demonstrieren; seine, auf demokratischen wahlen basierende, niederlage beim buko endlich als solche hin- UND folgendes faktum endlich zur kenntnis nehmen: eva glawischnig hat durchaus das zeug dazu, die grünen wieder auf kurs zu bringen…
…und wird das auch bewerkstelligen.
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Tags: die Grünen, Eva Glawischnig, Johannes Voggenhuber
heut kommt ka rechte gaude auf…
…’liste dichand’ sei dank
zu tode betrübt u himmelhoch jauchzend verfolge das komakind den ausgang der EU-parlamentswahl:
dass lunacek u co stimmen einbüßen, war zu erwarten. mal wieder schafften es die österreichischen grünen- entgegen dem europatrend- nicht, ihre themen zu kommunizieren und damit wählerInnen zu mobilisieren. das SPÖ-debakel ist nicht weiter zu kommentieren. die ÖVP- obwohl pröll den wahlausgang als fulminanten sieg zu verbuchen versucht- hat die roten nicht überholt, sondern is schlicht u einfach weniger eingfahrn. die FPÖ um HC strache hat sich erheblich gesteigert, was wenig überraschend und in anbetracht der ausgangslage nicht schwierig war. HC war aber sichtlich enttäuscht, hat er sich doch auf 15% u mehr eingestellt… der befürchtete erneute rechtsruck durch die protestwählerInnenschaft blieb aus. grund dafür ist hans peter martin, der selbsternannte rächer des kleinen mannes. mit rückendeckung der kronen zeitung kletterte er mit seiner liste auf knapp 18%. so bedenklich dieser erhebliche einfluss einer tageszeitung vom demokratiepolitischen standpunkt aus ist, so froh kann österreich sein dass ein farbloser ‘bürgerInnenvertreter’ ohne wirkliches programm u eindeutige position der FPÖ die stimmen wegschnappt. wenn das kein armutszeugnis für eine nation is… spannend is jetzt noch, wer sich die unterstützung der krone vor den nächsten urnengängen sichern kann: bürgermeister strache, bundespräsident lugner…?!
…das komakind ahnt übles.
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Tags: HC Strache/FPÖ, HP Martin/die Krone
„nazis raus!“…
…wird die linke jetzt des landes verwiesen?!
wenns nach hc strache geht wohl schon. bei der wahlveranstaltung der fpö am grazer hauptplatz ging es mal wieder hochpopulistisch her. mölzer verlangte den rücktritt von unirektor gutschelhofer, der zuvor eine veranstalung vom rfs an der uni abgesagt hatte; strache sprach sich erneut gegen den eu-beitritt von israel aus… die ganze veranstaltung entbehrte mal wieder jeglicher sachlicher grundlage. auch die demonstranten blieben nicht aus. mit wehenden antifa-flaggen und dementsprechenden sprechchören machten sie auf sich aufmerksam. was hc strache und konsorten gar nicht passte: auf “aufruhr wiederstand, niemals wieder naziland!“ und „nazis raus!“ reagierte hc mit den worten: „ihr gebärdets eich wie die größten nazis! vor euch muss man die demokratie schützen!“
und auf „allerta allerta antifascista!“ kam folgende reaktion von der blauen jugend:
…das sind doch mal eindeutige gesten.
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…kommt von irgendwo HC-Man her
der gipfel der geschmacklosigkeit wurde erneut erklommen- ewartungsgemäß von der FPÖ: die blauen haben es tatsächlich zu wege gebracht, die letzen wahlkämpfe an niveau zu unterbieten- was gar keine so leichte übung zu sein schien. aber hc strache schlüpft in converse, um seine vebundenheit zur jugend zu demonstrieren, vertont die hetzparolen, die seit wochen österreichs plakatwände zieren, uuuuund voilà: fertig ist der EU-rap in „vivà HC“-manier!
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Tags: HC Strache/FPÖ
von gurken und glühbirnen…
ein verregneter mittwoch nachmittag am grazer hauptplatz: ulrike lunacek, die grüne spitzenkandidatin für die bevorstehende EU-parlamentswahl, verlautbart via mikrophon ihre absichten und ziele bezüglich des einzugs ins parlament. begriffe wie der grüne new-deal, glühbirnen, gurkenkrümmung, change usw. plätschern durch die rede; ein sozialeres europa wird gefordert; eine hohe wahlbeteiligung beschworen…. das übliche eben. was frau lunacek aber schuldig blieb, sind inhalte. konkrete maßnahmen, die sie zu setzen gedenkt, greifbare ziele, welche es zu erreichen gilt… vom, ebenso oberflächlichen u äußerst dubiosen straßentheater, das der rede der spiKa voranging, gar nicht erst zu reden.
fakt ist, dass die grünen nicht im stande sind ihre inhalte zu transportieren. ein, spätestens seit der NR-wahl im herbst allseits bekanntes problem der partei. wenn sie das nicht schnellstens lösen, werden die grünen sich wohl oder übel auch bei der nächsten wahl geschlagen geben müssen.
quasi die nächste watschn für die grünen… aber diesmal eine verdiente.
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Tags: die Grünen
abendland in faschohand…
…kirche gegen FPÖ-wahlslogan
die FPÖ lässt mal wieder mit einem hetzerischen wahlkampf, der seinesgleichen sucht, aufhorchen. slogans wie „soziale wärme, statt EU für konzerne“ und „tag der abrechnung“ prangern über den köpfen von strache und spitzenkandidat mölzer. jetzt protestiert die kirche gegen den progressivsten wahlkampfslogan „abendland in christenhand“.
sowohl die islamische glaubensgemeinschaft als auch der ökumenische rat, der 14 konfessionen aus dem katholischen, orthodoxen und protestantischen bereich vertritt üben scharfe kritik an der wahlkampagne der FPÖ. zu recht. durch das instrumentalisieren der religion erspart sich blau sachlich zu argumentieren. der glaube an sich ist für jeden einzelnen etwas sehr privates, zugleich aber hat nichts die menschheit in vergleichbarem ausmaß bewegt. so ist der glaube eines menschen bestens geeignet um zu emotionalisieren. wenn eine politische partei diesen umstand für sich nützt, ist das zum einen ein beweis dafür, dass hinter den populistischen sprüchen nicht viel steckt und zum anderen…
… einfach nur schäbig.
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